Laufende Projekte
Food Improvement Program
Seit 2017 unterstützen wir Khari Gonpa kontinuierlich hinsichtlich einer gesunden, vitaminreichen Ernährung. Damit haben die Nonnen die Möglichkeit, im 3 Fußstunden entfernten Namche Bazar Lebensmittel wie Obst, Eier und Tee einzukaufen.
Acting Workshop beim Tibetan Institute of Performing Arts - TIPA
Die Künstler:innen des TIPA haben die Aufgabe, tibetische Tänze, Gesänge und Musik als wichtiges Kulturgut zu bewahren und es ist schon seit einiger Zeit ein Herzenswunsch des Dalai Lama, die Künstler:innen auch in Schauspiel auszubilden, um die jüngere tibetische Geschichte auch in dieser Form auf die Bühne zu bringen.
Im September 2015 fand erstmals mit logistischer Unterstützung der Schwetzinger Tibethilfe e.V. und Finanzierung durch die Deutsche Tibethilfe e.V. ein Workshop zur Schauspiel-Ausbildung in Dharamsala statt.
Geleitet wurde der Kurs von Harry Fuhrmann, Schauspieler, Regisseur und Dozent an der Schauspielschule Ernst Busch, Berlin. Der Workshop war sehr erfolgreich und wurde im September 2016 und Oktober 2017 fortgeführt.
Erfahrungsberichte des Regisseurs zu diesem spannenden Projekt finden Sie auf unserer Seite AKTUELLES
Das Projekt findet so großen Anklang, dass H. Fuhrmann mit der TIPA-Truppe im Oktober 2022 mit seinem neuesten Theaterstück PAH-LAK eine Tournee durch Indien und Europa startete. In Deutschland fand die Premiere am 9. Mai 2023 bei den Ruhrfestspielen statt und wurde als großer Erfolg gefeiert. Das politische Stück, das differenziert vom gewaltfreien Widerstand der Tibeter:innen handelt, bewegte in etlichen großen Theatern in Deutschland und der Schweiz die Zuschauer:innen.
Einen sehenswerten Einblick in die Entstehung des Stücks PAH-LAK gewährt ein einfühlsamer Dokumentarfilm, den die TID auf YouTube online gestellt hat: Pah-Lak: Documentary
Für 2026 ist erneut ein Projekt geplant. Wir dürfen gespannt sein!
Nonnenkloster Khari * Solu Khumbu/Everest-Region * ca. 3.400 m
- Wiederaufbau, Unterhalt und medizinische Versorgung -
Geschichte von Khari Gonpa
Religiöse Praxis und klösterliches Leben sind elementare Bestandteile der tibetischen Kultur, auch im Exil - wenn auch in wesentlich geringerem Umfang. Eines dieser kleinen Klöster ist das Khari Gonpa in der Solu-Khumbu-Region im Everestgebiet in Nepal, unweit Namche Bazar. Es ist ein Nonnenkloster, das bis zum Jahr 2000 von Wind und Wetter zerstört und unbenutzbar geworden ist.
Im Jahre 2002/03 beginnt der noch junge Abt (Rinpoche) Tenzin Gelek den Wiederaufbau des ehemaligen Klosters zu planen und Geld dafür zu sammeln. Über Freunde in Kathmandu bittet er auch die Schwetzinger Tibethilfe e.V, ihn beim Wiederaufbau zu unterstützen. Er kauft in Kathmandu z.T. selbst Baumaterial und schafft dieses nach Solu Khumbu, wo die dort schon lebenden Nonnen, einheimische Arbeiter:innen, Sherpas und Sherpanis an dem Bau mitarbeiten. Da die nötigen Gelder nur langsam fließen, geht es nicht so schnell voran wie geplant und so dauert es einige Jahre, bis die Arbeiten konkrete Ergebnisse zeigen.
2012 sollen auch mehrere einfache Gebäude mit bis zu 25 Nonnenunterkünften mit Wellblechdächern gebaut werden.
Im Herbst 2014 endlich kann das Kloster eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben werden.
Doch dann passiert am 25. April 2015 das verheerende Erdbeben in Nepal und tagelang ist der Kontakt unterbrochen. Die Solo Khumbu Region ist schwer getroffen. Glücklicherweise stellt sich heraus, dass im Kloster "nur" die Unterkünfte betroffen sind. Unter vielen Mühen gelingt es unserem tibetischen Freund Bhuchung, Zelte für Khari zu organisieren, denn die Menschen dort haben Angst, in den beschädigten alten Behausungen zu schlafen. Die finanzielle Soforthilfe erfolgt erneut über die Schwetzinger Tibethilfe.
Im Rahmen des Wiederaufbaus wird der schmale Gang vor den Nonnenunterkünften mit Steinen belegt, damit bei schlechtem Wetter nicht immer über Matsch und Lehm gegangen werden muss. Die STH finanziert diese Baumaßnahme, die Arbeiten dauern von Mai bis August 2017. Hier ein paar Eindrücke.
Zudem können dank eines großzügigen Sponsors neue Unterkünfte - Einzelzimmer als trockene, beheizbare Reihenhäuschen mit einem gepflasterten, wettergeschützten Gang - gebaut werden, was die Wohnsituation entspannt und vor allem im Winter erheblich verbessert hat. Siehe Abgeschlossene Projekte.
In den 2020er Jahren entstehen auf dem Kosterareal zwei Gewächshäuser, sowie ein großer, heller Speise- und Versammlungsraum oberhalb der Küche. Zwar verursachen klimawandelbedingte Stürme und Sturzwasser immer wieder Schäden an den Gebäuden, doch trotzt Khari Gonpa tapfer allen Rückschlägen und Widrigkeiten.
Wir beteiligen uns seit vielen Jahren mit regelmäßigen Geldzuwendungen an der medizinischen Versorgung und gesunden Ernährung der Nonnen, sowie bei Bedarf an der Instandsetzung des Klosters (bisher mit über 86.000 €).
Nachwuchs gesichert!
7 junge Novizinnen aus dem nepalesischen Erdbebengebiet Rasuwa werden Ende März 2017 im Kloster aufgenommen.
Lesen Sie hier, wie es dazu kam!
2019 kommen erneut Mädchen dazu, deren Eltern schlicht zu arm sind, um sie zu ernähren und ihnen Schulbildung zu ermöglichen.
In Khari leben seitdem dauerhaft rund 30 Nonnen.
Seniorenheim Rajpur/Dehradun (seit 2011)
Das neue Seniorenheim in Rajpur bei Dehradun ist inzwischen sechs Jahre alt. Hier werden im Augenblick ca. 60 zum Teil pflegebedürftige Senior:innen, die bisher in sehr bescheidenen Verhältnissen lebten, mit allem Nötigen versorgt.
Das Heim, das von THF unterhalten wird, war seit langem dringend nötig, da das alte dunkle und feuchte Gebäude mit Wellblech gedeckt war und es keine sanitären Anlagen gab, die den Namen verdient hätten.
Da ein Großteil der Kosten für dieses Heim aus den Rücklagen von THF bestritten wurde, ist es für uns noch immer ein großes Anliegen, weitere Gelder dafür frei zu machen, um zum Schuldenabbau beizutragen.
Allerdings ist es im Moment sehr schwierig, genügend qualifizierte Hilfskräfte für die Pflege zu bekommen. Wir sind deswegen im Gespräch mit der Leitung von THF.
Schulbücherei (jährliche Unterstützung seit 1988/89)
Bildung braucht Lernmittel. Daher versuchen wir seit über 20 Jahren die Schulbücherei der Tibetischen Schule in Happy Valley (Tibetan Homes School) und nun auch der Zweigschule Rajpur zu erweitern und zu aktualisieren. Der Ursprung dieses Projektes geht auf das Jahr 1988 zurück, als die erste Reisegruppe aus Schwetzingen das SOS-Kinderdorf besuchte und ausgesonderte einsprachige Englischlexika einer Schwetzinger Schule mitbrachte. Sie bildeten damals die Grundlage der neu aufgebauten Schulbücherei.
Heute wird die Schulbücherei neben Lehrbüchern auch mit altersgerechter Literatur und digitalen Medien ausgestattet.
Medizinische Hilfe für unsere Partnerorganisation THF (jährliche Unterstützung seit 1995)
In Mussoorie, Happy Valley gibt es ein kleines Krankenhaus / eine Erste-Hilfe-Station, die die dringende Erstversorgung vor allem der Kinder gewährleistet. Zu dieser medizinischen Hilfe tragen wir jedes Jahr mit einem festen Geldbetrag bei.
