















Termine und Informationen
China: Neues Gesetz zur "ethnischen Einheit"
12.07.2026
Am 1. Juli trat in China das Gesetz zur Förderung der "ethnischen Einheit und des Fortschritts" in Kraft. Warum es an die dunkelsten Zeiten der Kulturrevolution erinnert, erläutert die ICT (International Campaign for Tibet):
Sprache: Mandarin-Chinesisch erhält künftig Vorrang vor allen anderen Sprachen. Tibetisch wird damit weiter aus Schulen, Behörden und dem öffentlichen Leben verdrängt.
Religion und Kultur: Ausdrucksformen tibetischer Identität, einschließlich des tibetischen Buddhismus, können künftig noch leichter als Bedrohung für den Staat eingestuft werden.
Tibeter im Exil: China erhebt den Anspruch, auch Menschen im Ausland zur Verantwortung zu ziehen, wenn sie angeblich die "nationale Einheit" gefährden - eine alarmierende Ausweitung grenzüberschreitender Repression.
Familien: Eltern sollen ihren Kindern Loyalität gegenüber der Kommunistischen Partei vermitteln; Kinder werden dazu ermutigt, ihre eigenen Familien zu denunzieren, falls diese gegen die Anweisungen der Kommunistischen Partei verstoßen.
Wie die Hongkong Aktivistin Amy Siu die Folgen einschätzt, erfahren Sie zudem im Podcast Brennpunkt.
Heimliche China-PR beim Drachenbootfest?
16.06.2026
Unter diesem Titel sendete die Hessenschau einen Bericht über den Einfluss der propagandistischen Einheitsfront beim Drachenbootrennen.
Immerhin hofierten dieses Jahr keine deutschen Politiker die Veranstaltung. Allerdings verlegte die Behörde kurzfristig den bereits genehmigten Menschenrechtsprotest in eine entlegene Ecke des Festes.
Hier können Sie den Bericht von Volker Siefert vom HR in der Mediathek aufrufen.
Druck aus China auf deutsche Kommunen
15.06.2026
Wie einer Pressemitteilung der TID vom 18.05.26 zu entnehmen ist, übt das chinesische Generalkonsulat München Druck auf bayerische Kommunen aus, sich nicht mehr an der jährlichen Flaggenaktion am 10. März zu beteiligen und sich von der TID zu distanzieren.
In den Schreiben an die Bürgermeister:innen wird die TID als "anti-chinesische und separatistische Organisation" bezeichnet, das Hissen der tibetischen Flagge als Einmischung in die inneren Angelegenheiten Chinas dargestellt.
Die Tibet Initiative Deutschland bezeichnet dieses Vorgehen als "inakzeptablen Eingriff in die Meinungsfreiheit und die kommunale Selbstbestimmung in Deutschland".
Lesen Sie hier den vollständigen Artikel.
Geschäftsbericht 2025/26
11.06.2026
Unser neuer Geschäftsbericht ist auf dem postalischen Weg zu unseren Mitgliedern. Im Sinne der Transparenz stellen wir ihn aber auch hier online.
Lesen Sie darin, was unsere Patenkinder in einem Schuljahr so alles leisten und lernen, wie rührig die Nonnen in Khari Gonpa sind und von einer überraschenden Begegnung bei THF. Lassen Sie sich berühren von der Geschichte einer jungen Aktivistin in Tibet und davon, wie sich ein Tibeter im Exil fühlt. Informieren Sie sich über unsere Aktivitäten als Schwetzinger Tibethilfe und lassen Sie sich zu spannenden Podcast-Folgen inspirieren.
All das und noch viel mehr: In unserem Geschäftsbericht 2025/26
Tibet bleibt Tibet - Die Macht der Worte
01.06.2026
Xizang statt Tibet?
Welche Strategie steckt hinter der neuen Begrifflichkeit der chinesischen Regierung?
Ein spannender Podcast mit TID Geschäftsführerin Tenzyn Zöchbauer über die Macht der Worte. Unbedingt anhören: Tibet bleibt Tibet - Sag nicht Xizang
Weitere Folgen aus der Reihe Brennpunkt Tibet, z.B. über das "ethnische Einheitsgesetz" oder Einblicke in ein FSJ bei der TID gibt es hier auf Podbean
Tibetischer Umweltaktivist frei
12./20.02.26
Wie der Nachrichtensender Phayul berichtet, wurde der tibetische Umwelt- und Anti-Korruptions-Aktivist A-Nya Sengdra nach 7 Jahren politischer Haft und willkürlicher Haftverlängerung im September 2025 nun doch vor einigen Tagen aus dem Gefängnis entlassen. Die Tibetische Exilregierung informiert auf www.tibet.net, dass sich Sengdra zwar mittlerweile bei seiner Familie aufhält, es um seinen Gesundheitszustand als Folge der Folter und verweigerter Medikament jedoch nicht gut bestellt ist.
Unterstützende weltweit hatten mit Petitionen und der Öffentlichmachung seines Falls auf die Freilassung gedrungen.
Activity Highlights 2025 bei THF
26.01.2026
Bei Tibetan Homes Foundation stimmt das Schuljahr mit dem Kalenderjahr überein. Neben Lernen und Prüfungen gab es auch in 2025 wieder ein breitgefächertes Angebot an außerschulischen Aktivitäten.
Wir haben diese auf Deutsch zusammengefasst: Activity Highlights 2025
Jahresbericht Khari Gonpa 2025
25.01.2026
Was hat die Nonnen im Kloster Khari im nepalesischen Himalaya im Jahr 2025 umgetrieben? Ein reichlich bebilderter Report des Geshe gewährt Einblicke in Ereignisse und Routine auf 3.400 m Seehöhe.
Den Jahresrückblick in deutscher Sprache finden Sie hier.
Viel Freude beim Schmökern!
"Dach der Welt" in extremer ökologischer Krise
18.10.2025
Der aktuelle Stockholmer Bericht warnt vor einem ökologischen Kollaps des tibetischen Hochlands, verursacht durch Chinas Infrastrukturprojekte, Militarisierung und Rohstoffabbau. Das renommierte Stockholm Centre for South Asian and Indo-Pacific Affairs fordert daher noch vor der COP30, Tibet in den Mittelpunkt der globalen Klimapolitik zu stellen.
Auf dem Phayul Newsdesk vom 10.10.2025 findet sich dazu ein entsprechender Artikel, den Sie hier auch in der Übersetzung lesen können.
THF: Neuer General Secretary ernannt
17.10.2025
Vormals Tenzin Choklangs Stellvertreter, folgt mit Migmar Tsering nun ein General Secretary, der mit dem Aufgabenbereich bestens vertraut ist.
In seinem Antrittsschreiben betont er, wie sehr er das kontinuierliche Sponsoring wertschätzt und sichert den unterstützenden Organisationen absolute Transparenz und Sorgfalt beim Einsatz der finanziellen Mittel zu. Auch verweist Mr. Tsering darauf, dass THF dank dieses Engagements bereits Tausenden von Kindern ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen konnte, sodass sie zu wertvollen Mitgliedern der Gesellschaft heranreiften.
Migmar Tsering wünschen wir viel Elan und kraftvolles Wirken im neuen Amt.
General Secretary von THF geht in Ruhestand
24.07.2025
Der langjährige Weggefährte unseres Vorsitzenden Franz Maucher, Tenzin Choklang, verabschiedet sich nach 37 Jahren im Dienste von THF in den Ruhestand. Die Freundschaft entstand 1988, als beide als Lehrer an der Homeschool anfingen. Tenzin Choklang übernahm im Laufe seiner Karriere viel Verantwortung bei bedeutenden Projekten. Die letzten Jahre hatte er wichtige und schwierige Positionen in der Verwaltung inne, bis er schließlich 2023 zum General Secretary ernannt wurde.
Besonders gefreut hat uns sein Antrittsbesuch, wo wir ihn als humorvollen, tatkräftigen Menschen kennenlernen durften, siehe Bericht vom 11.10.23.
Von uns verabschiedet er sich u.a. mit folgenden Worten:
"Liebe Freunde, mit aufrichtiger Dankbarkeit möchte ich euch allen meine herzlichsten Grüße übermitteln.
Ich schreibe, um euch mitzuteilen, dass ich mit Wirkung zum 1. Juli 2025 von meiner Stellung als General Secretary
der THF zurückgetreten bin. Es war mir eine große Freude und ein echtes Privileg, diese Aufgabe zu erfüllen.
Während meiner Amtszeit waren eure unerschütterliche Freundlichkeit, eure beständige Unterstützung und eure unschätzbare
Zusammenarbeit die treibende Kraft hinter unseren Erfolgen. Dafür bin ich euch auf ewig zu Dank verpflichtet.
Euer Engagement hat nicht nur unsere Initiativen vorangetrieben, sondern mich auch persönlich jeden
einzelnen Tag inspiriert. (...)
Der Erfolg und das Ansehen der THF sind ein direkter Beweis für eure bemerkenswerte Großzügigkeit, euer tief empfundenes Wohlwollen und eure unerschütterliche Zusammenarbeit. Dafür möchten wir euch unseren
aufrichtigen Dank aussprechen."
Wir wünschen Tenzin Choklang alles erdenklich Gute und noch viele freudvolle Jahre im wohlverdienten Ruhestand. Tashi Delek, Tenzin-la!
Brisanter Bericht des TCHRD veröffentlicht
24.07.2025
Ein Bericht des Tibetischen Zentrums für Menschenrechte und Demokratie (TCHRD) vom April 2025 fordert die Untersuchung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Kreis Driru, Tibet.
Hier eine Übersetzung der Zusammenfassung dieses erschreckenden Berichts.
Quelle: www.tchrd.org
90. Geburtstag S.H. des XIV. Dalai Lama gebührlich gefeiert
06.07.2025
Wie an vielen Orten weltweit feierten auch im Frankfurter Saalbau Bornheim rund 700 Tibeter:innen und Tibet-Unterstützer:innen den Geburtstag Seiner Heiligkeit. Mit viel Herzblut hatten die Veranstalter ein wunderbares Programm auf die Beine gestellt, um das Wirken S.H. zu würdigen.
Zu Beginn wurde feierlich das Bild S.H. des XIV. Dalai Lama in den Saal getragen, es folgte ein gemeinsames Gebet und die Nationalhymne, alles ergreifende Momente. Dann führte ein charmantes Duo auf tibetisch und deutsch durch den Abend: Neben starken Redebeiträgen von Vertreter:innen der beteiligten NGOs und Politikern sorgten exiltibetische Kulturgruppen mit Tanz- und Gesangsvorführungen für beste Stimmung im Saal.
Durchaus auch kritische Beiträge waren zu hören und im Rahmen einer Podiumsdiskussion gaben Christof Spitz, langjähriger Dolmetscher des Dalai Lama und Palmo Tenzin von der "International Campaign for Tibet" eine fundierte Einschätzungen zum aktuellen Verhältnis China:Tibet und zur Nachfolgeregelung des spirituellen Oberhauptes, nachzuhören im aktuellen Podcast.
Sprühend vor Begeisterung berichteten schließlich Mitglieder von "Students for a Free Tibet" von ihrem Tun, um mehr junge Menschen für die Sache Tibets zu motivieren.
Als die letzte Tanzgruppe die Bühne verlassen hatte, wollten der Applaus und die Rufe nach einer Zugabe schier nicht enden.
Die Zeit der Zusammenkunft nutzend, tanzten und feierten viele der Gäste noch nach dem offiziellen Ende weiter.
Die TID hat ein Kurzvideo auf YouTube veröffentlicht: Seine Heiligkeit ist 90
10. März FLAGGE GEZEIGT für TIBET
21.03.2025
Am 10. März jährte sich der tibetische Volksaufstand von 1959. An diesem Tag hatte die tibetische Bevölkerung versucht, durch zahlreiche friedliche Präsenz den 14. Dalai Lama vor der Gefangennahme durch das chinesische Militär zu schützen. Doch dieser Akt zivilen Widerstands wurde blutig niedergeschlagen.
Hunderte Städte und Gemeinden in Deutschland erinnerten am 10. März an den Aufstand und die seit Jahrzehnten andauernden Menschenrechtsverletzungen in Tibet, indem sie die tibetische Flagge hissten und Kundgebungen abhielten als Zeichen der Solidarität mit Tibet - im Bild Heidelberg.
Da S.H. der Dalai Lama diesen Juli seinen 90. Geburtstag begehen wird, stand die Flaggenkampagne 2025 unter dem Motto "Revolution des Mitgefühls".
Bündnis gegen transnationale Repression gegründet
19.11.24
Auch in Deutschland sind im Exil lebende Menschen vor Übergriffen aus ihren oftmals autokratischen Heimatländern nicht sicher. Um sie mundtot zu machen, werden sie eingeschüchtert, kontrolliert oder gar bedroht. Oft zielt die Bedrohung auch auf ihre Familien
im Ursprungsland ab.
Laut Pressemeldungen von Tibet Initiative Deutschland, Reporter Ohne Grenzen und World Uyghur Congress haben sich 11 NGOs zur "Koalition gegen transnationale Repression in Deutschland" zusammengeschlossen.
"Wenn Menschen in Deutschland verfolgt werden, dann sind sie bislang mit ihren Ängsten allein", sagt David Missal, Sprecher der TID, welche die Koalition ins Leben gerufen hat. "Transnationale Repression ist nicht nur eine Bedrohung für Einzelpersonen, sondern auch eine Herausforderung für Demokratie und Rechtstaatlichkeit. Dafür braucht es in Deutschland mehr Aufmerksamkeit - und politische Antworten. Wir haben uns als Bündnis zusammengetan, um ein deutliches Zeichen zu setzen: Opfer von TNR müssen ernst genommen und geschützt werden."
Die erschreckende Realität transnationaler Repressionen von Tibeter:innen in Deutschland kommt im Podcast von "Brennpunkt Tibet" zum Ausdruck. Absolut hörenswert!
Auch uns von der Schwetzinger Tibethilfe ist diese Praxis des langen Arms Pekings nicht fremd. Wir wollen daher unsere Mitglieder und Tibetfreund:innen ermutigen, derartige Übergriffe zu melden, auch wenn sie auf den ersten Blick nicht so tragisch erscheinen (aushorchen, fotografieren). Damit tragen wir auf Dauer zur Sicherheit der hier lebenden Exilant:innen bei.
Umerziehung und Zwangsinternierung
17.11.24
Im März 2011 setzt sich ein junger Mönch im Kloster Kirti selbst in Brand, sein letztes friedvolles Mittel, um Aufmerksamkeit auf die Repressionen gegen das Kloster durch das Militär zu lenken. Seitdem hat die chinesische Regierung dieses einst blühende, bedeutende Koster im Bezirk Ngaba (Sichuan) auf dem Radar.
Wie Radio Free Asia nun berichtet, wurden von Juli bis September über 1.000 junge tibetische Mönche gewaltsam in von der Regierung betriebene Internatsschulen verlegt und dort unter "gefängnisähnlichen Bedingungen" gehalten. Die Schüler würden ausschließlich in Mandarin unterrichtet und erhielten eine "patriotische Erziehung". Sie dürften weder das Schulgelände verlassen noch ihre Eltern treffen, würden nur unzureichend versorgt. Schüler, die versucht hätten zu fliehen, seien festgenommen und "wie Kriminelle" behandelt worden.
Ein weiterer Baustein im Versuch, die tibetische Sprache auszurotten und die tibetische Kultur zu unterdrücken.