Termine und Informationen

 

 

Menschenrechtsverletzungen an der Tagesordnung

Auch wenn aufgrund der streng zensierten Medien nur wenige Informationen aus Tibet zu uns durchdringen, ist davon auszugehen, dass sich die Menschenrechtslage der dort lebenden Tibeter*innen immer weiter verschlimmert.

 

Über die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte IGFM (München) erreichen uns dennoch immer wieder Einzelfallberichte aus gesicherten Quellen mit erschreckendem Inhalt.

So auch der Bericht über die Viehhirtin Lhamo, Mutter dreier Kinder, die in chinesischer Haft zu Tode gefoltert wurde, weil sie Kontakt zu Verwandten und Bekannten in Indien pflegte, was von der chinesischen Regierung als subversiv eingestuft wird.

Verhaftet wurde auch ihr Cousin Tharpa, zwangsvertriebener Mönch des brutal zerstörten Klosters Larung Gar. Sein Verbleib ist ungewiss.

 

Geschäftsbericht 2019/20

Online und in Farbe: In unserem neuen Geschäftsbericht 2019/20 erwarten Sie natürlich Informationen zu unserer Vereinsarbeit, aber auch zu den neuesten Entwicklungen in den THF Kinder- und Senioreneinrichtungen und den Auswirkungen der chinesischen Politik.

 

Zudem erfahren Sie, was es mit einem "Theaterstück gegen das Vergessen" auf sich hat. Wir wünschen eine spannende Lektüre!

 

THF in Zeiten der Corona-Krise - 27. Mai 2020

Ende Mai erreichte uns ein neuer Bericht aus Mussoorie, wie die Tibetan Homes Foundation mit der nach wie vor angespannten Lage umgeht. Lesen Sie hier die Übersetzung des Berichtes.

 

Panchen Lama - seit 25 Jahren verschwunden

Von dem einst jüngsten politischen Gefangenen Gedhun Choekyi Nyima, vom Dalai Lama im Mai 1995 zum Panchen Lama ernannt und zwei Tage später im Alter von 6 Jahren mitsamt seiner Familie im Auftrag der chinesischen Regierung entführt, fehlt nach wie vor jede Spur. Seit nunmehr 25 Jahren verweigert China Auskünfte über seinen Verbleib.
Nun reichten 159 Organisationen bei der UNO eine Petition für seine Freilassung ein.

 

Einen hochinteressanten Artikel über die Umstände des gewaltsamen Verschwindens des Panchen Lama veröffentlichte vor einigen Jahren das Tibetan Centre for Human Rights and Democracy. Die Übersetzung des Artikels durch die IGFM können Sie hier nachlesen.

 

Auch die BBC widmet der Geschichte des Panchen Lama einen Bericht. In einem aufwändigen Verfahren stellt sich ein Forensiker die Frage: Wie würde der Panchen Lama heute, mit 31 Jahren, aussehen?

 

Neben dem Dalai Lama stellt der Panchen Lama für tibetische Buddhist*innen die wichtigste Persönlichkeit dar. Bitte setzen auch Sie sich für seine Freilassung ein: FreePanchenLama.

 

Haben Sie das gewusst?

Das nepalesische Handelsvolk der Newar verkehrte über Jahrhunderte unter anderem zwischen Tibet und Nepal. Nach der Rückkehr der Händler*innen aus Lhasa begaben sich die Reisenden in Selbstisolation in ein Quarantänehaus, bevor sie wieder heim zu den Familien konnten. Ein interessanter 6-minütiger Beitrag der BBC in leicht verständlichem Englisch berichtet von dieser alten Tradition.

 

Gründertag

Aus gegebenem Anlass wurde der 57. Gründertag der THF nur im ganz kleinen Kreis begangen. Hier ein Kurzbericht.

 

THF in Zeiten der Corona-Krise - 4. April 2020

Wie uns Youdon Tsering von der Sponsorship Section mitteilt, sind die Schulen der Tibetan Homes Foundation seit dem 16. März vorerst für zwei Monate geschlossen. Eltern und Verwandte waren kurzfristig aufgefordert worden, die Kinder sofort abzuholen. Trotzdem sind noch Kinder und Jugendliche, die keine Angehörigen in Indien haben, im Happy Valley und müssen versorgt werden, ebenso wie natürlich die Senior*innen.

 

Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, hat der indische Premierminister Narendra Modi einen landesweiten Lockdown bis zum 14. April 2020 ausgerufen. Die Angestellten der THF arbeiten nun im Homeoffice. Nur einige wenige versorgungsrelevante Geschäfte haben drei Stunden täglich geöffnet. Von 7:00 bis 10:00 dürfen Einkäufe getätigt werden, den Rest des Tages herrscht Ausgangssperre.

 

Auch vom Generalsekretär der THF erhielten wir aufschlussreiche Informationen, sowie ein Schreiben, gerichtet an die Pat*innen der Schwetzinger Tibethilfe.

 

Wir sind in Gedanken bei allen Patenkindern, Senior*innen, Lehrer*innen, Betreuer*innen und Mitarbeiter*innen der THF, sowie bei allen von der Pandemie betroffenen Menschen!

 

China behindert Redefreiheit im Westen

Dass die chinesische Regierung stark bemüht ist, unliebsame Meinungsäußerungen auch im Ausland mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu unterdrücken, ist längst nicht nur mehr Insidern bekannt. Diese Strategie lässt sich anhand zweier interessanter Artikel am Beispiel USA gut veranschaulichen:

 

Bereits im Jahr 2017 veröffentlichte Wang Dan, einer der Anführer der Tiananmen Protest-
bewegung, heute Professor für zeitgenössische chinesische Geschichte, in der New York Times eine hochinteressante Abhandlung darüber, wie China versucht, die demokratischen Grundwerte anderer Länder auszuhöhlen. Hier geht es zum Artikel, der bis heute nichts an Brisanz verloren hat.
Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Übersetzers.

 

Auch die Journalistin Gabrielle Resnick recherchierte für die Voice of America über die Selbstzensur chinesischer Studenten in den USA. Lesen Sie eine Übersetzung ihres im Januar 2020 erschienenen Artikels Was chinesische Studenten sagen.

 

Konfuzius-Institute an deutschen Unis in der Kritik

Konfuzius-Institute sollen die chinesische Sprache und Kultur an deutschen Unis fördern. Sie sind direkt der Regierung unterstellt. 19 solcher Institute gibt es in Deutschland.
FDP-Bildungsexperte Jens Brandenburg jedoch warnt vor einer Einflussnahme der chinesischen Regierung auf deutsche Hochschulen.

 

Lesen Sie hierzu einen Bericht von Spiegel Online.

 

#freetashi

Seit über dreieinhalb Jahren ist Tashi Wangchuk, ein Ladenbesitzer aus Cham, in Haft. Der Grund: Er hatte bei Gericht eine Eingabe gemacht und darin Tibetisch Unterricht für Schulen gefordert, was geltendem chinesischen Recht entspricht. Daraufhin wurde er inhaftiert, an einem geheimen Ort gefangen gehalten und gefoltert. Nach zwei Jahren Gefangenschaft, im Mai 2018 wurde Tashi schließlich wegen "Separatismus" zu 5 Jahren Gefängnis verurteilt. Immer noch ist er völlig isoliert.

 

Seit Januar 2018 wird Tashi Wangchuk bei Amnesty International als politischer Gefangener geführt. Bitte setzen auch Sie sich für seine Freilassung ein!

 

Als Beweismittel diente dem Gericht ein Dokumentarfilm der New York Times. Dieses unaufgeregte 9-minütige Zeitdokument Tashi Wangchuk: A Tibetan's Journey for Justice kann man sich unter diesem Link auf YouTube ansehen.

 

7. Stiftungspreis der Town & Country Stiftung

Im August 2019 erhielt die Schwetzinger Tibethilfe als einer von acht gemeinnützigen Vereinen den Stiftungspreis der Town & Country Stiftung für bemerkenswertes Engagement für benachteiligte Kinder und Jugendliche in Indien und Nepal.

 

Wir freuen uns sehr über diese Würdigung unserer Arbeit und die Förderung in Höhe von 1.000 Euro, die anlässlich einer Empfangsveranstaltung im Town & Country Musterhaus der Kirch Wohnungsbau GmbH & Co KG in Eschelbronn von Herrn Kirch persönlich symbolisch übergeben wurden.

 

Herzlichen Dank und Tashi Delek!

 

Jahresbericht Khari Gonpa

Aus dem Everestgebiet erreicht uns ein bebilderter Jahresbericht der Khari Gonpa, verfasst von Abt Geshe Tenzin Dhargyal. Das Frauenkloster liegt auf 3.340 m am Rande des kleinen Ortes Thamo, nur wenige Gehstunden von Namche Bazar entfernt. Nonnen und Novizinnen im Alter von 8 bis 94 Jahren leben hier, die meisten aus Tibet geflüchtet.

 

Lesen Sie, was die Nonnen der Khari Gonpa im Jahr 2018 erlebt und geleistet haben.
Viel Freude beim Schmökern!

 

Flaggenaktion: Rathäuser unter Druck

Am 10. März wurde mit der Flaggen-Aktion zum 60. Mal des Tibetaufstandes im Jahr 1959 und der anhaltenden Unterdrückung gedacht und damit das Selbstbestimmungsrecht der Tibeter und die Einhaltung der Menschenrechte in Tibet eingefordert. In Berlin prangte eine Projektion FREE TIBET auf dem Brandenburger Tor und dem Reichstagsgebäude.

 

Auch in vielen Gemeinden Deutschlands wurde die tibetische Flagge gehisst. Noch! Denn offensichtlich wird der Druck chinesischer Auslandsvertretungen auf deutsche Institutionen immer größer.
Die Stadt Heidelberg hat - laut einem Bericht der RNZ vom 11.03.19 - erstmals seit Jahren nicht an dieser Aktion teilgenommen. Offizieller Grund ist, dass sie ihre Fahnenregularien geändert habe. Tibet-Unterstützer beobachten jedoch seit geraumer Zeit mit Besorgnis eine zunehmende chinesische Einflussnahme auf die freie Meinungsäußerung hier in Deutschland, wenn es um Tibet geht.

 

Im Bild: Vor dem Rathaus in Neckargemünd weht am 10. März 2019 die tibetische Fahne als Zeichen der Solidarität mit dem tibetischen Volk.

 

In diesem Zusammenhang verweisen wir auf einen interessanten Artikel, der auf SPIEGEL ONLINE erschienen ist. Hier der Link: Als China das Dach der Welt übernahm

 

Tenshuk Offering

Ende des Jahres 2018 machten sich 10 Nonnen der Khari Gonpa mit Geshe Tenzin Dhargyal und dem Rinpoche auf den Weg nach Bodhgaya, um S. H. dem 14. Dalai Lama Tenshuk darzubringen. Tenshuk ist eine Long-Life-Zeremonie für den sprituellen Lehrer. Für die eingeladenen Nonnen war es eine große Ehre und Freude, diese weite Pilgerreise vom Everestgebiet bis in den Norden Indiens anzutreten. Hier in Bodhgaya hatte vor rund 1500 Jahren Siddhartha Gautama unter einem Bodhi-Baum die Erleuchtung erlangt.

 

Die Tenshuk Zeremonie war sehr erhebend und heilsam. Geshe Tenzin Dhargyal hielt uns via eMail auf dem Laufenden über diese Reise.

 

Ein dicker Wermutstropfen: Gleichzeitig ereilte uns die Nachricht von der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte IGFM, dass Pilger aus Tibet trotz gültiger Dokumente von den chinesischen Behörden zur sofortigen Rückkehr von den Pilgerorten gezwungen wurden.

 

Bosch Stiftung "Cents for help" finanziert Wohneinheit für Novizinnen

Mit großer Freude haben wir erfahren, dass die Bosch Stiftung Cents for help e.V. auf Antrag unseres Mitglieds Tim Otterbeck das Projekt "Mädchen-Wohnheim Nonnenkloster Khari" in Höhe von 16.800 Euro fördert.

 

Dabei sollen für die 7 Novizinnen vier Wohneinheiten geschaffen werden. Die Mädchen sind gegenwärtig auf die Zimmer der älteren Nonnen verteilt, sodass alle unter sehr beengten Bedingungen wohnen, studieren und schlafen. Dank der Förderung durch Bosch laufen bereits die Planungen an, der Bau soll dann im Frühjahr 2019 beginnen.
Wir werden Sie mit Details auf dem Laufenden halten.

 

Eine Baustelle und politisches Theater

Zum vierten Mal veranstaltet Regisseur Harry Fuhrmann von der Hochschule für Schauspielkunst Berlin einen Workshop im TIPA in Dharamsala, dem Sitz der tibetischen Exilregierung.

 

Von intensiver Arbeit, einer Großbaustelle und der Inszenierungung eines politischen Stückes handelt sein Bericht, aber auch von interessanten Begegnungen und warum ihm dieser Ort nun schon fast eine zweite Heimat geworden ist.

 

TARA PUJA für die Mitglieder der Schwetzinger Tibethilfe e.V.

 

Als Dank für unsere hilfreiche finanzielle Unterstützung hielten die Nonnen des Klosters Khari am 5. April eine Puja zu Ehren der Göttin Tara ab und widmeten sie allen Mitgliedern der Schwetzinger Tibethilfe. Dazu wurde der wertvolle Thangka einer grünen Tara entrollt. Der friedvolle, weibliche Buddha steht für Mitgefühl und gilt als Schutzgöttin in der Not.

 

Vom Abt erhielten wir diesen kurzen Video Clip von der Puja.

 

 

Diese Geste hat uns sehr berührt und wir senden ein herzliches Tashi Delek nach Solu Khumbu!

Einige Newsletter der THF

Einen interessanten Einblick in das Leben unserer Patenkinder bei der THF bieten die Newsletter aus Mussoorie, die unsere Patenschaftssekretärin Dekyi Wangmo regelmäßig verfasst:

Newsletter September/Oktober 2018
Newsletter Juli/August 2018
Newsletter Mai/Juni 2018
Newsletter März/April 2018
Newsletter Januar/Februar 2018

 

Harry Fuhrmanns 3. Reise zu den Tibetern

Erneut gab der Berliner Regisseur einen Workshop im TIPA (Tibetan Insitute of Performing Arts) in Dharamsala. Sein Bericht vermittelt auf eindrucksvolle und berührende Weise, wie es gelingen kann, traditionelle tibetische Schauspielkunst mit modernem Theater zu verbinden und so lebendig zu halten, weiter zu entwickeln. Ganz im Sinne S.H. des 14. Dalai Lama.

 

Vielen herzlichen Dank, Harry. Tashi Delek!

 

Destroying Heaven - ein trauriges Zeitdokument

Der gnadenlose Abriss des weltweit größten Lehrinstituts für tibetischen Buddhismus Larung Gar durch die chinesische Regierung ist wohl nicht mehr zu stoppen.
An die 5000 Mönche und Nonnen wurden aus dem Kloster vertrieben, Tausende von Gebäuden von Bulldozern niedergewalzt.

 

Nun zeigen Free Tibet und Tibet Watch anhand von Luftaufnahmen im Larung Gar Report auf zutiefst beeindruckende Weise das verheerende Ausmaß der Zerstörung.
Informationen zu diesem einst blühenden Kulturzentrum gibt es auch bei TID.

 

Saka Dawa

Das Nonnenkloster Khari sendet uns Grüße zu Saka Dawa. Lesen Sie selbst ...

 

7 Novizinnen für Khari Gonpa

Mitte März erhielt das Kloster Khari wissbegierigen Zuwachs. Wie es dazu kam, berichtet Geshe Tenzin Dhargyal in einer E-Mail mit angehängten Fotos, die Sie hier in der Übersetzung lesen können.
Dass sich der Nachwuchs rasch einlebt, geht auch aus dem Tagesablauf der Novizinnen hervor.

 

Düstere Lage der Menschenrechte unter Xi Jinping

In seinem Bericht über die Lage der Menschenrechte zeichnet Human Rights Watch auch dieses Jahr ein düsteres Bild von China.
Auf Basis des 687 Seiten umfassenden World Report 2017 fasst die IGFM München den Landesteil China in einer zweiseitigen Rundmail zusammen:
Menschenrechtslage in China

 

Interkulturelles Fest - Schwetzingen

Am 30. Juli 2016 fand im herrlichen Rahmen des Schlossgartens das 2. Interkulturelle Fest der Schwetzinger Vereine statt mit Darbietungen und kulinarischen Spezialitäten aus aller Welt.

 

Es war ein bunter Tag voller Lebendigkeit und friedlichem Miteinander. Die Momos an unserem Stand waren heiß begehrt und es gab viel Raum für Begegnungen und Gespräche.

Auf der Bühne wurde einiges geboten, doch der Auftritt der stimmgewaltigen tibetischen Sängerin Dechen riss die Zuschauer richtig mit und war zweifelsohne einer der Höhepunkte der Veranstaltung.

Wie schön, dass so viele Paten, Mitglieder und Freunde der Schwetzinger Tibethilfe dieses Fest mit uns begangen haben.

Eine rundum gelungene Veranstaltung!

 

 

 

Eindrücke aus Rajpur und Mussoorie

Bei der Indienreise 2015 unseres Vorsitzenden Franz Maucher entstanden in den Kinder- und Seniorenheimen in Rajpur und Mussoorie folgende Bilder, die wir in einer 5 minütigen Diashow zusammengefasst haben.